Ludwig van Beethoven, Beethoven an Franz Gerhard Wegeler in Koblenz, Wien, 17. Februar 1827
Beethoven an Franz Gerhard Wegeler in Koblenz, Wien, 17. Februar 1827
Wien, 17.02.1827. – 1 Blatt, 1 Seite Brieftext, 1 Leerseite. – Tinte ; 25,7 x 21,3 cm. – Dt.
Datierung: "Wien den 17. Febr. [1]827."
Textanfang: "Ich erhielt wenigstens glücklicher Weise deinen 2ten Brief"
Brief von der Hand Anton Schindlers, datiert, eigenhändig unterschrieben.
Franz Gerhard Wegeler veröffentlichte den Brief mit Anmerkungen in den "Biographischen Notizen" (S. 52-54).
Provenienz: Familie Wegeler, Koblenz
Zugang: 1998, Dauerleihgabe der Julius-Wegelerschen-Familienstiftung
Beethoven dankt Wegeler für dessen Brief. Beethovens letzter Brief vom Dezember 1826 (W 21, BGA 2236) war liegengeblieben und wurde nun diesem Schreiben beigefügt, ebenso das erwähnte Portrait (W 26). Beethovens Gesundheitszustand ist unwesentlich besser, er rechnet mit einer vierten Operation, "obwohl die Ärzte noch nichts davon sagen" (Beethoven bekam in Folge seiner Aszites insgesamt viermal den Bauchraum punktiert, das letzte Mal am 27. Februar, zehn Tage nach dem vorliegenden Schreiben).
Zum Zeitpunkt des Schreibens war Beethoven bereits todgeweiht - er starb nur fünf Wochen später. Dennoch ist der Ton des Briefes von bewundernswerter Zuversicht, die er trotz aller Schicksalsschläge und körperlicher Leiden stets in der Kraft und Freude seiner Musik zum Ausdruck hat: "Ich gedulde mich, und denke: alles Uible führt manchmal etwas Gutes herbey". (J.R.)
Literatur: Grigat, Die Sammlung Wegeler ..., Bonn 2008, Nr. D17. – Ladenburger, Beethoven und sein Bonner Freundeskreis, Bonn 1998, S. 67
Nachweis: BGA 2257. – KK 1453. – And. 1551. – Grigat D17
Permalink
W 22Briefe / Wegeler, Franz Gerhard / 1827.02.17Beethoven, Ludwig van17.02.1827